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01.09.2020

CLAAS XERION debütiert auf der Nordschleife


Am 24. August 2020 kam es zu einer spektakulären Premiere auf der Nordschleife des Nürburgrings: Erstmals wurde die Strecke mit einem modernen Großtraktor bewältigt – und das auch noch in Rückwärtsfahrt.

Rückwärts? Weil er es kann!

Seit seiner Markteinführung im Jahr 1997 steht der CLAAS XERION für ein Höchstmaß an Zugkraft, gepaart mit einer nach wie vor konkurrenzlosen Einsatzflexibilität. Permanenter Allradantrieb und Multipass-Effekt der vier gleichgroßen Räder sorgen unter allen Einsatzverhältnissen für ein Höchstmaß an Traktion. Die große Aufstandsfläche, der zuschaltbare versetzte Schongang und die Allradlenkung verhelfen dem stärksten Traktor aus deutscher Serienproduktion dennoch zu Bodenschonung und Wendigkeit. Nach Acker- und Grünflächen rund um den Globus, Großbaustellen und Flughäfen sowie Wäldern und Hochgebirgspässen stand für den XERION 5000 Trac VC am 24. August 2020 eine völlig neue Aufgabe bevor: die Bewältigung der berüchtigten Nordschleife auf dem Nürburgring.

Dass es auf dem 20,6 km langen Kurs nicht um eine Bestzeit ging, versteht sich von selbst. Die Herausforderung für Rennfahrer Christian Menzel, der sich eigentlich in mehreren hundert PS starken Supersportwagen zuhause fühlt, waren vielmehr ganz andere: Einen gut 17 t schweren Supertraktor mit Allradlenkung, 2,15 m großen Rädern und hohem Schwerpunkt durch die 73 Kurven der „Grünen Hölle“ und das gefürchtete „Karussell“ zu manövrieren. Und da den Initiatoren von auto motor und sport diese Aufgabe noch nicht schwierig genug erschien, erfolgte der FAST LAP Supertest auch noch in Rückwärtsfahrt. Denn: Keiner kann diese Disziplin besser als der XERION Trac VC mit drehbarer Kabine, der seine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h rückwärts genauso erreicht wie vorwärts. Dabei war schon die hohe Sitzposition eine Herausforderung für den versierten Rennfahrer, der auf der Rennstrecke am liebsten hinter dem Steuer des Porsche 911 Platz nimmt – und das so tief wie möglich. So blieb trotz Einweisung und kurzen Trainingsfahrten vor dem Startschuss eine Menge Respekt vorhanden, zumal der Blick bei Rückwärtsfahrt ungehindert aus mehr als 3 Metern Höhe auf den Asphalt fällt.

Fast konstante 50 km/h

Um 12:20 Uhr Ortszeit hieß es dann aber: Gas ist rechts! Ging Menzel die ersten Kurven noch eher zaghaft an, so war die erste Scheu bald verflogen und der 49-jährige zirkelte den saatengrünen Trac nur so durch Kurven, Steigungen und Senken. In bester Rennfahrermanier ließ er es sich dabei auch nicht nehmen, die ein oder andere Curb zu hart nehmen – kein Problem für die 2,15 m großen Räder des XERION. Interessant wurde es im „Karussell“, einer der letzten Steilkurven auf europäischen Rennstrecken. Während die Neigung den Rennfahrer nicht davon abgehalten hätte, diese Passage mit Höchstgeschwindigkeit zu passieren, so zwangen ihn die von vielen Fahrern gefürchteten Bodenwellen doch dazu, den rechten Fuß etwas zu lockern. Dafür blieb das Fahrpedal aber auf quasi allen anderen Streckenabschnitten bis auf Anschlag durchgetreten. Die Belohnung dafür folgt in Form einer nicht erwarteten Rundenzeit: Exakt 25 Minuten, 50 Sekunden und 57 Zehntel zeigte die GPS-Messung nach Überqueren der Ziellinie an. Das bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von respektablen 47,85 km/h, was deutlich über den Erwartungen der auto motor und sport Redakteure von ca. 40 km/h lag. Die 2.600 Nm Drehmoment und 530 PS des 12,8 l großen Mercedes-Benz Sechszylinders haben offenbar auch an den Steigungen so viel Druck gemacht, dass der Zeitverlust in engen Kurven nahezu wettgemacht werden konnte. „In einem Rennwagen hätte ich den XERION dreimal überrundet“, erklärt ein begeisterter Christian Menzel nach Ende des Supertests. „Dennoch habe ich allerhöchsten Respekt vor dem Schlepper. Klar, er ist eben dafür ausgelegt, bei niedrigen Geschwindigkeiten schwere Lasten zu ziehen. Dafür hat er seine Sache auf der Nordschleife echt gut gemacht“. Und eine kleine Spitze in Richtung eines Kollegen, der Rennfahrerlegende Walter Röhrl, ließ sich Christian Menzel auch nicht nehmen. Röhrl nämlich war 2012 mit einem Porsche-Diesel Junior auf der Nordschleife unterwegs – als seine langsamste Runde und für einen guten Zweck. „Ich denke, dass ich seine Rundenzeit klar geschlagen habe“, so Menzel mit einem deutlichen Grinsen im Gesicht. „Aber ich hatte ja auch ein paar PS mehr unter der Haube!“

Das Video von auto motor und sport entwickelte sich mit bereits 350.000 Abrufen innerhalb von drei Tagen zu einem erneuten Klickhit auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=lVSTaAf5Ick

Quelle: CLAAS